Kritik an der Botschaft zur Agrarpolitik 2022+ von Vision Landwirtschaft


Die gegenwärtige Schweizer Agrarpolitik gehört zu den teuersten der Welt, und sie ist extrem ineffizient. Statt verfassungsgemäss eine nachhaltige Schweizer Landwirtschaft zu unterstützen, fördert sie über weite Strecken vor allem eine überintensive, teure und die Umwelt schädigende Produktion. Ausserdem hat sie die Bauernfamilien komplett vom Staat abhängig gemacht.
Für die Umwelt besonders gravierend sind die Defizite in den Bereichen Ammoniakemissionen und Biodiversität, wo die Schweiz europaweit ein Schlusslicht darstellt. 2016 kam der Bundesrat zum Schluss, dass kein einziges der Umweltziele Landwirtschaft in den letzten 20 Jahren erreicht worden ist. Die heutige Landwirtschaftspolitik widerspricht somit der Verfassung und verletzt die Umweltgesetzgebung.
Im Weissbuch Landwirtschaft hat Vision Landwirtschaft bereits 2010 mit Modellierungen aufgezeigt, dass mit gezielten Reformschritten die agrarpolitischen Ziele innerhalb weniger Jahre erreicht werden könnten, einschliesslich einer stark verbesserten Wirtschaftlichkeit. Die dortigen Erkenntnisse wurden in einer kürzlich publizierten Studie von Umweltorganisationen ein weiteres Mal bestätigt.

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Veröffentlicht
19:21:00 13.12.2018